Aktuelles zum Thema Hundesport


9. November 2009

Bericht zur IHF FH WM 2009 in Beroun (CZ)



Die österreichische Mannschaft bestand aus:

1. Bereuter Roland mit Eria vom Rupertigau
2. Hagmann Susanne mit Giulie von der Tannenmühle
3. Helmut Nagele mit De Shantyi vom Garten der Freiheit
4. Prinzjakowitsch Rita mit Emilia vom Britzer Garten

Am Freitag, den 05.11.09 wurden die Gruppen ausgelost. Das Los für die Gruppe 1 zogen Roland, Helmut und Rita. Susi war in Gruppe 2.

Am Samstag um 9 Uhr 45 fuhren wir vom Hotel ins Gelände, wo die Fährten verlost wurden. Fährte 1: Roland; Fährte 2: Helmut; Fährte 5: Rita, Fährte 2 (in Gruppe 2): Susi.

Das Fährtengelände war eine Steppenwiese, der Bewuchs war ungefähr 10 - 15 cm hoch.

Eria und Roland haben wieder bewiesen, dass sie ein Super-Team sind und haben am Samstag für ihre Leistung 97 Punkte erhalten.

Rita beobachte auf einer Wiese ungefähr 20 Hirsche. Leider war genau in dieser Wiese die Fährte 2 gelegt. De Shantyi absolvierte ca. 300 Schritte sehr souverän, dann kam der erste Winkel. Leider fand sie diesen Winkel nicht - die Hinterlassenschaft der Hirsche war doch zuviel. Somit bekamen Helmut und De Shantyi nur 10 Punkte.

Rita und Emilia vom Britzer Garten starteten sehr gut, Emmy verwies alle Gegenstände und fand alle Winkel ohne Probleme, die Verleitungen interessierten sie überhaupt nicht. Nur beim letzten Winkel vertraute Rita leider nicht ihrem Hund und blieb stehen. Dadurch wurde Emmy etwas unsicher, suchte aber weiter, fand wieder den richtigen Weg und konnte dann die Fährte beenden. Ihre Leistung bewertete der Richter mit 94 Punkten.

In der zweiten Gruppe war Susi mit Giulie von der Tannenmühle. Sie hatte ein sehr schwieriges Gelände, das mit Wildschweinspuren und Suhlen übersät war. Außerdem wurde beobachtet, dass ein Hundebesitzer seine 2 Hunde auf dem Gelände spielen ließ. Leider hat das von den Veranstaltern niemand gesehen. Trotz dieser Schwierigkeiten erreichten Susi und Giulie 82 Punkte.

Am Sonntag, den 06.11.09 wurden dann die Gelände getauscht. Die Neuverlosung ergab folgende Startreihe: 1. Fährte: Rita; 4. Fährte: Helmut; 5. Fährte: Roland. In Gruppe 2 zog Susi die 5. Fährte.

Auf dem Gelände waren Wildspuren und Hinterlassenschaften von Hirschen, Wildschweinen usw. Die erste Fährte für Rita wurde über einen Weg gelegt, gerade als Emmy Richtung Weg unterwegs war, tauchte ca. 20 m vor ihr eine Familie mit Schäferhund auf und wollte das Fährtengelände queren. Die Richterin, der Fährtenleger und die Dolmetscherin versuchten die Familie zum Anhalten zu bewegen, was aber erst nach einem lauteren Streitgespräch möglich war. Gott sei Dank ließ Emmy sich davon nicht beeindrucken. Die Richterin hat auch das leichte Anheben des Kopfes von Emmy nicht als negativ bewertet. Leider überließ Emmy an diesem Tag einige Gegenstände und somit erreichte sie "nur" 79 Punkte. Erschwerend kam dazu, dass einige Gegenstände auf Losungen der Wildtiere lagen.

Helmuts Fährte war vom Gelände gleich, nur an diesem Tag hatten De Shantyi und Helmut Glück. Die Wildtiere waren scheinbar nicht mehr nach dem Fährtenleger auf dem Gelände und De Shantyi konnte zeigen, welch guter Fährtenhund sie ist. Wildschweinsuhlen wurden souverän gemeistert, nur leider verwies sie einen Gegenstand nicht. Die Bewertung an diesem Tag: 94 Punkte.

In Gruppe 2 startete Susi mit Giulie auf dem gleichen Gelände wie Rita am Vortag. Das Fährtengelände wurde überlegt, somit hatte Giulie eine schwierige Aufgabe. Aber trotzdem zeigte auch sie, dass sie ein guter Fährtehund ist und erreichte an diesem Tag 84 Punkte.

Dann stieg die Aufregung. Da Ing. Miroslav Pospisil mit seiner Hündin am Samstag 90 Punkte und am Sonntag 97 Punkte bekam, mussten Roland und Eria mindestens 91 Punkte erzielen, um den Weltmeistertitel zu verteidigen.

Die Aufregung stieg noch mehr an. Die Fährte für Roland wurde verzögert gelegt und es kam daher zu einer längeren Wartezeit, die an unseren Nerven gezerrt hat. Roland und Eria ließen sich dadurch nicht beeindrucken. Der mitgereiste Fanklub aus Vorarlberg (6 Personen) und wir übrigen Österreicher wurden sichtlich immer nervöser. Endlich ging es los und Eria zeigte wieder ihre Klasse. Die Richterin bemängelte Kleinigkeiten und gab Eria und Roland 97 Punkte. Somit stand fest, dass die beiden zum dritten Mal Weltmeister in Serie wurden. Der IHF-FH-Wanderpokal gehört nun Eria und Roland!

Herzlichen Glückwunsch an Roland und Eria und an alle übrigen Teilnehmer, die den Österreichischen Hovawartverein mit sehr guten Leistungen im Ausland vertreten haben.

Es war für mich eine Ehre, diese tolle Mannschaft als Mannschaftsführer zu betreuen.

Anton Kiroje
Leistungsreferent-Stvt.



Die Ergebnisliste:

1. Roland Bereuter mit Eria vom Rupertigau - AT - 97/97=194
2. Ing. Miroslav Pospisil mit Cindy von Philippsdorf -CZ – 90/97=187
3. Hubert Kiefer mit Horant von Arminius -DE – 92/91 = 183
4. Rita Prinzjakowitsch mit Emilia vom Britzer Garten AT – 94/79=173
5. Heike Bittner mit Frieda vom Fuchsiengarten - DE – 75/92=167
6. Susanne Hagmann mit Giulie von der Tannenmühle - AT – 82/84=166
7. Timotea Dekanova mit Blacky od Kralovskeho rybnika - CZ – 88/59=147
8. Miriam Schwädas mit Aura von der Duessel - DE – 44/87=131
9. Helmuth Nagele mit De Shanti vom Garten der Freiheit -AT – 10/94=104
10. Anna Lang mit Chloe Devil´s Breed - DE – 34/3=37






26. Oktober 2009

Ergebnisse von der FH-Staatsmeisterschaft 2009



Liebe Hovawartgemeinde,

wir freuen uns riesig, wieder mal einen supertollen Erfolg unserer kleinen aber feinen Fährtengruppe bekannt geben zu können.

Bei der ÖKV-IPO-FH-Leistungsüberprüfung 2009 (Staatsmeisterschaft) am 24./25.10.09 hat die für den Klub der Österreichischen Hovawartfreunde startende Paarung De Shantyi vom Garten der Freiheit mit Helmut Nagele den 1. Platz erreicht. Die beiden sind somit Staatsmeister 2009. Aber dem nicht genug, auch der Vizestaatsmeister ist ein Hovawart. Die für den VHV Bregenzerwald startende Staatsmeisterpaarung 2008 Eria vom Rupertigau mit Roland Bereuter erreichte heuer den 2. Platz und ist somit Vizestaatsmeister.

Wir gratulieren ganz herzlich zu dem tollen Erfolg!

Die Staatsmeisterschaft wurde vom SVÖ Gmunden Regau durchgeführt. Leistungsrichter waren Max Kohlbauer und Erich Ballmüller.


Die Ergebnisliste:

1. De Shantyi vom Garten der Freiheit Helmut Nagele 98 / 98 = 196 Punkte v
2. Eria vom Rupertigau Roland Bereuter 99 / 96 = 195 Punkte v
3. Amira von der Kranabitter Klamm (Labrador) Renate Wagner 92 / 97 = 189 Punkte sg
4. Olivia aus Lühlsbusch (Labrador) Renate Wagner 94 / 93 = 187 Punkte sg
5. Cherie Montagne Unique (Malinois) Ingrid Gutleb 96 / 90 = 186 Punkte sg
6. Olympia vom Laudachsee (DS) Hermann Hager 90 / 92 = 182 Punkte sg

Insgesamt waren 24 Teilnehmer mit ihren Hunden am Start. Die ersten sechs haben sich für die Ausscheidung zur FCI-Fährten-WM 2010 in Slowenien qualifiziert. Die Ausscheidung findet im Frühling 2010 statt, und die besten zwei fahren zur FCI-WM.

Wir vom Vorstand und die Hundeführer möchten uns vor allem bei Grete Oprendek für ihre Aufbauarbeit in den letzten Jahren bedanken. Ohne diese Arbeit wären solche tollen Erfolge nicht möglich. Danke Grete!

Wir vom Leistungsreferat werden uns bemühen und weiter daran arbeiten, den Fährtenhunden und den Hundeführern die Möglichkeiten zu schaffen, um an diese Erfolge anschließen zu können. Daher planen wir für das Frühjahr 2010 ein mehrtägiges Fährtenseminar mit abschließender Prüfung in allen Fährtenklassen. Den genauen Termin werden wir noch rechtzeitig bekannt geben.

Anton Kiroje
Leistungsreferent Stv.









24. April 2009

Bericht zur FCI FH WM In Frankreich



Roland entschuldigt sich, dass er dafür so lange gebraucht hat, er sagt, er ist nicht der große Schreiberling, er ist lieber mit Eria auf der Fährte. Daher bitten er und somit auch wir alle an der Fährte Interessierten um Entschuldigung, dass der Bericht erst jetzt erscheint.


  Bei der STM und der Endqualifikation hat Eria durchwegs tolle Leistungen erbracht und wir standen also als Teilnehmer bei der FCI FH WM Frankreich fest.
Ein sehr großes Ziel ist erreicht. Ich möchte mich an dieser Stelle bei allen, die mich in den letzten Jahren unterstützten, sehr bedanken. Bei meiner Frau Petra und meinen Kindern, meiner Ortsgruppe, den Club für Hundefreunde Bregenzerwald, bei der VHV und dessen FH-Startern und Trainer, beim Österreichischen Hovawartverein, der Züchterin Petra Datz, den Bauern in meiner Umgebung und dem Hundeausbildungszentrum Paul Koch ( Schweiz) sowie den unzähligen Daumendrückern und Gratulanten.

  Am Dienstag gegen 3:00 Uhr ging die Reise los und wir kamen um ca. 11:00 Uhr gut in Chalons en Champagne an und wurden vom Mannschaftsführer Franz Eichholzer und vom zweiten Österreichischen Starter Thomas Gruber und seiner Frau Manuela erwartet. Ich möchte mich an dieser Stelle bei den Genannten recht herzlich für die angenehme Woche und für die große Kameradschaftlichkeit bedanken. Am Nachmittag begaben wir uns gleich zum Trainingsgelände, um unsere Hunde einzustimmen und zu schauen, was so geht. Sämtliches Gelände war Acker, teilweise mit Bewuchs oder offen. Der Treffpunkt war eine Landwirtschaftsschule, in welchen Räumlichkeiten die Begrüßung, Galaabend, Verlosung und Preisverteilung usw. stattfanden.
Am Mittwoch wurden wir zuerst zur Veterinärkontrolle gebeten, danach wurden die Fährtenleinen auf die Mindestlänge kontrolliert und plombiert. Am Nachmittag war die Verlosung der Mannschaften und Teilnehmer. Das Los ergab, dass Thomas mit Nico am Donnerstag und Samstag, und ich und Eria am Freitag und Sonntag an der Reihe waren. Das bedeutete für mich einen Tag Pause und somit die Möglichkeit für eine weitere Probefährte. Vorab möchte ich festhalten, dass ich den Eindruck hatte, dass die Fährtenleger super gelegt haben und die Richter streng aber gerecht gerichtet haben. Das Wetter war trocken und es war meistens sehr windig. Am Donnerstag war also Thomas bei Leistungsrichter Igor Lengvarsky (SK) am Start und erreichte 84 Punkte auf einem Acker mit Wintersaat ca. 5 cm hoch.
Am Freitag waren für Eria und mich der Tag der Wahrheit und das ebenfalls beim Slowakischen Richter. Gelände Wintersaat- Raps- Wintersaat. Eria suchte sehr ruhig, konzentriert und mit sehr tiefer Nase. Einige Probleme auf dem ersten spitzen Winkel und ein paar andere kleiner Fehler ergaben 92 Punkte.
Am Samstag waren wieder Thomas und Nico an der Reihe. Auch an diesem Tag suchte Nico sehr sauber, jedoch mit einigen kleinen Auspendlern, was von außen natürlich nicht zu sehen war. Die Bewertung vom Belgischen Richter Daniel Thibaut schien mit 86 Punkten doch sehr streng.
Nun am Sonntag wieder Eria und ich beim Belgischen Richter auf einem Acker mit Wintersaat. Auch an diesem Tag suchte Eria sehr sauber, mit tiefer Nase, jedoch wieder mit Problemen auf dem ersten Spitzwinkel und ein paar Auspendler im übrigen Fährtenverlauf. Resultat 90 Punkte. Dies bedeutete für Thomas den 22. Rang und für Eria und mich den 13. Rang.
182 Punkte, mit diesem Ergebnis hat Eria wiederum gezeigt, dass sie auch auf so hochrangigen Turnieren mithalten kann und hat die Rasse Hovawart sicher gut vertreten, was mir viel Teilnehmer auf der WM und rundum zum Ausdruck brachten. Ich bin sehr stolz auf meine Eria, 9 Punkte hinter der Weltmeisterin aus der Slowakei mit gesamt 191 Punkten auf einer WM mit 40 Startern (vorwiegend Deutsche Schäfer und ein paar Mali) kann sich schon sehen lassen. Mit einem Goldi und einem Hovi war das Österreichische Team sehr exotisch besetzt und dadurch ein Blickfang, was uns viel Freude bereitete.
Insgesamt liegt eine tolle Woche in Frankreich hinter uns. Wir sind wieder gesund in Alberschwende gelandet und können uns nun wieder gemütlich auf zukünftige Ziele vorbereiten.
 
Schöne Grüsse aus Vorarlberg
 
Roland und Eria